breathe in & peace out - der Weg ist das Ziel


Die Reise soll am 1 Juli 2017 - um 18:00 – beginnen....

 

·      Geplantes Budget: 2500SFR

·      Effektives Budget: 1200SFR

·      Geplanter Zeitraum: 2-3 Wochen

·      Schlafen & kochen im freien (wild campieren)

 

So ist es geplant und so soll es passieren. Mit dem Fahrrad über Baden - das Rheintal - nach Deutschland - über München nach Österreich - und da als direkt wie möglich nach Wien. Da gilt es Freunde zu treffen und zu planen. Ich lasse mir zwei Taschen nachschicken zur Ausrüstung welche ich mit dem Rad mit mir führe, welche eben nicht mehr als Ausrüstung - Essen und Schlafutensilien umfasst.

 

Nach der Zeit welche Wien in Anspruch nehmen wird ist es an mir Graz zu besuchen um mich anzumelden - vielleicht kann ich das ja auch übr Wien... meine Freunde werden mir bestimmt weiterhelfen können in dieser Frage. Ich habe knapp 2000Euro im Gepäck und viel Lebenskraft - viel Klarheit und Gewissheit - viel Freude und Spontanität - viel Fähigkeit und Bereitschaft.

 

Wenn die Zeit kommt dann kommt Sie und es darf weiter gehen durch das Tirol und die Steiermark - wieder Freunde aus vergangenen Jahren besuchen. Musiker/Innen, Tänzer/Innen, Um Denker/Innen, Freeman, Rainbows, Kämpfer/Innen, Kristallkinder, Indigos, Weden, Druiden, Schaman/Innen und Heiler/Innen, Hexen und freien Seelen - freien Spirits und freien Körpern - denn das ist was wir sind, frei, wir gehören uns.

 

Ich mache mich auf zum erneuten Austausch, um zu lernen und zu mir zu finden, ich mache mich auf um meiner Essenz nachzugehen.

 

Nachdem Rainbow Camp in Ungarn, dies beabsichtige ich zu verlassen falls es zu kalt wir in den Wintermonaten und zurückzukehren Richtung Wien um über die Wintermonate zu arbeiten. Mit dem Geld beabsichtige ich dann nach Australien, nach Melbourne zu fliegen....

 

So weit so gut....

 

Ich freue mich diesen leeren Rahmen - diese bis anhin leeren Worte mit Bildern und Erlebnis- und Erfahrungsberichten zu füllen - wie ein kleines Kind, und wer weiss - vielleicht liest Du mit...


Tagebuch des Reisenden 7.9.2017 - 09.29

Es waren bisher tolle Erfahrungen & Begegnungen die wir gemacht haben, ich mein Rad & mein Anhänger. Weit sind wir noch nicht doch erlebt haben wir schon so manches. Ich habe beim Abschied vorletztes Wochenende an der Töss in Winterthur mein Camp aufgestellt und da herausfinden können, im direkten umsetzen von Versuch & Irrtum, das mir Bratoel - ein Schwamm um die Pfannen sowie zusätzliches Trinkwasser fehlt.

 

Sechs Tage verspätet bin ich losgeradelt...

 

ja ich wollte ich losfahren, doch das Reise-Ladegerät für die Akkus war noch nicht da - sowie der Verein noch nicht geründet, und so auch das Vereinskonto noch nicht, die kommende Woche sollte es in sich haben.

 

Der Verein wurde im unter dem erweiterten Namen - our world - oisi welt - la terra di noi - notre terre gegründet - drei Parteien - ein Ziel - Frieden - Liebe & Harmonie für Mensch - Tier - Natur & das Universum. Das Ladegerät ist diese Woche dienstags angekommen & von Mittwoch auf Donnerstag bin ich nach Amriswil gefahren - über Stock und Stein - ohne Karte oder Handy - kreuz & quer. Der Anhänger wurde auf Gedeih und verderben getestet und gab klare Antworten. zwei Platte Schläuche - ein zerfetzter Reifen - einmal Nabe aus dem Rad gebrochen - Anhänger-Rad während der Fahrt zweimal abgesprungen.

 

Aus diesen Ereignissen lässt sich leicht ablesen das ich einige Auseinandersetzungen mit mir sowie Begegnungen mit anderen Menschen hatte, beide waren Sie wunderbar und bereichernd. Das Ersatzrad habe ich in Wängi TG für 40SFR erhalten, ein super Preis, Danke. zurück in Wittenwil bekam ich eins A Verstärkung. Wie ich durch das Dorf radelte entdeckte ich einen Hinterhof mit Luxus-Old Timern, es war jemand am Arbeiten in der Garage. Ich sprach den Unbekannten an und schilderte ihm mein Anliegen, es war nämlich so das die Nabe des neuen Rades - sprich der Durchmesser des Kugellagerkammer-Hinterseiten Blattes - den Rest hatte ich bereits entfernt - im Durchmesser um drei Millimeter zu wenig hatten - sprich die Achse nicht hindurchpasste - also war meine Bitte diese Aufzubohren. Sofort kramte er in seiner Werkzeugbank herum und kam mit Bosch-Bohrmaschine & 13`er Bohrer. Doch da gibt`s nichts zu Bohren auf gehärtetem Stahl. Zweiter Anlauf mit Schleifen, Behelfs einem mir als Dreml bekannten Gerät und Verschleiss von fünf Aufsätzen, Mission geglückt, herzlichen Dank!!!

 

Bei meinem Rad angekommen geht es um das montieren - dies fix bewerkstelligt - nach gefühlten (in allem) drei Stunden Zeitverlust, geht es weiter, yessssa, Aho. Jetzt wird wieder in die Pedalen getreten. Nächste Station ist Tobel Affeltrangen wo ich mir einen garnierten Wurst Käse Salat und einen grossen Ice Tea gönne. Von da geht es um ca. 22:00 weiter nach Amriswil.

 

Doch dahin soll ich nicht kommen in dieser Nacht, nach einer Umleitung Höhe Weinfelden werde ich eine scheinbar nicht enden wollende Anhöhe hinauf geschickt, der erste Akku verabschiedete sich in Wittenwil - der zweite brach in Kombination von starker Steigung & Licht erzeugen förmlich in sich zusammen, was mich veranlasste die externe vordere LED Beleuchtung aufzusetzen und das Rad und den Hänger zu Fuss fortzubewegen, was erstaunlich gut funktionierte - aber auch sehr anstrengend war.

 

Um 00:00 war ich in Ast, TG angekommen, das neu montierte, jedoch nur provisorisch befestigte (fehlendes Werkzeug wie Bohrmaschine) sprang erneut von der Achse. Um diese Uhrzeit - nach diesem Tag, noch einmal basteln...? Nein - ab in den nahe gelegenen Wald - Hängematte aufstellen - schlafen - das war Programm.

 

Der Geruch der Natur - des Waldes - die wunderbaren Bäume - zwei riesige alte Buchen waren es zwischen denen ich mich niederlassen durfte - die Morgen-Sonne die mich sanft aufweckte, das sind die Momente denen ich entgegengehe, und sie sind mir unvergesslich, einzigartig und heilig.

 

Ich wachte kurz vor sechs auf - putzte meine Zähne & machte mich auf zum Gehöft auf der anderen Strassenseite, auf dem Gepäckträger ein Rad - in der einen Hand den Lenker meines Rades und der andern die Achse mit dem zweiten Rad. Unterwegs um den Landwirten zu fragen ob er mir die Nabe aufbohren (der hätte eventuell gehärtetere Stahlborer?) und ein 3mm Loch vorne an der Achse setzen könnte, sodass ich diese mit einem Splinten den ich am Vortag in der Landi gekauft hatte, befestigen könnte.

 

Und auch hier - ich war zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort - es waren mehrere Menschen zugegen wie ich mich in zu den Hintergebäuden des Gehöft`s bewegte. Ich äusserte mein Anliegen & auch hier - Unterstützung sofort gegeben - Wow.... und die Lösung war perfekt - Achse vorne einbohren - Gewinde ausbohren - zwei Muttern aufsetzen und M-Schraube reindrehen - perfekt!!!! Ein Handschlag mit Sepp - ein Lächeln - ein herzliches Dankeschön & zurück um das Camp abzubauen - den Anhänger zu packen & nach Amriswil zu düdeln.

 

Von Berg nach Amriswil - Ohne Akku - weil beide leer waren - das war eine schöne Herausforderung, am Stadtrand angekommen - Aldi in Sicht - sofort Getränke & Frühstück kaufen. Parkiert, abgestiegen - eingekauft und gefrühstückt, zägg-päng-weisch-wie-guet-tuet`s.

 

Vor dem Aldi treffe ich eine Frau die mich anstrahlt, da Sie nachfragt erzähle ich ihr von meinen Plänen, Sie ist begeistert und hinterlässt mir mit blühendem Herzen Ihre besten Wünsche & Grüsse - Danke - einfach nur Danke.

 

Jetzt sitze ich bei meiner Mutter und schreibe diese Zeilen - ich bin mit meinem Hänger und meinem Rad noch nicht lange unterwegs gewesen - doch wir durften sie schon ziemlich gut kennenlernen. Ich bin voller Vorfreude auf all das was da noch kommt….

  • Hinterräder nicht über vier Bar pumpen (Gewicht des Hänger`s)
  • Fahrradräder 5 Bar
  • Akkus brauchen insgesamt 8 Stunden zum Laden
  • 800SFR Reisebudget (450sollten Ende Monat noch kommen)
  • immer genug Wasser auf Reserve haben
  • Akku Leistung pro Tag - zwischen 60 - 90km bei dauernder Nutzung und Wechsel zwischen Abfahrten & Steigungen

Breathe in & peace out

 

inhale & exhale

 

relax

 

Breathe in & peace out - bis gleich - Tobias


Bericht eines Reisenden : 13-7-2017

Gestern war bereits wieder Mittwoch – der so-genannte Berg Tag, demnach muss es heute Donnerstag sein, Donner & Regen war zum Glück in der Nacht & erst nach dem Z`nacht & als das Jungle-Zelt schon eingerichtet war. Es ist 13:04 – Akkustand des Laptops beim anschalten 88% - jetzt auf 85%. Die Nacht von Dienstag auf Mittwoch verbrachte ich kurz vor Arbon in einem kleinen Dorf, neben dem Gehsteig – zwischen zu verkaufenden Occasions-Autos....Grund? Das perfekt montierte Rad – Das in Sicherheit gewiegte... ja ebendieses wurde von den scharfkantigen Innenbacken des ehemaligen Kugellagers auf welchen es lief, wortwörtlich demontiert. Denn diese Innenbacken Schnitten die Hinterachse erbarmungslos entzwei, das war allerlei & kein Spass, denn es war bereits abends um zehn & weit & breit kein Mensch & Licht zu sehn. So legte ich mich hin und schlief ein paar Stunden, um dann gegen fünf, noch ziemlich früh, nach online suchen von verschiedenen Geschäften und Recycling-Stationen in und um Arbon, loszufahren & diese zu finden.

 

Und ich sollte finden, würde Begegnungen haben, würde unerwartete Dinge & Sachen finden...

 

Doch die ersten ein bis zwei Stunden war es ein sich orientieren – am Navi des Smart-Phones Zweifeln, und ja ich werde wieder mein I-Phone in Betrieb nehmen, völlig klar, danach erschlossen sich die Wege und ein Industrieareal hatte genau das zu bieten wonach ich suchte. Hinter einem Lidl wie MC Drive – glaube beide noch im Bau inbegriffen fand ich eine Stahlbau-Firma mit voller Mulde vor dem Gebäude, siehe da, das hatte ich mir am Vortag gewünscht...eine Schublehre...einen Rollmeter den man stoppen kann...eine Stahlstange mit dem Durchmesser der Achse...ein quadratisches Stahl-Ding als neue Überbrückung von Hänger zu Kupplung am Rad....wow...Danke Dir Gott – Danke das Du mich begleitest & mir den Weg bereitest...

 

Als derselbe Betrieb dann geöffnet hatte frästen Sie mir das eine Rad aus etc....

 

Anschliessend erhielt ich neue Kugellager von den Saurer Kugellager welche in der Nähe vertreten sind, welche deklariert sind mit: kein Direktverkauf – Ware nur gegen Bestellung erhältlich – min. 2Stunden für die Abwicklung & Vorbereitung.... Doch die Macht war mit mir – superschön...

 

Genau da wo ich meinen Hänger eine Nacht und drei-Viertel Tage stehen liess, hat ein junger Motor- & Zweirad Mechaniker eine Velowerkstadt im Gebäude. Dieser tauchte just in dem Moment auf in dem ich begann meinen Hänger und all die gefundenen & erworbenen Teile zusammenzusetzen....

 

Und er schenkte mir noch einen 26Zoll Pneu fürs Rad, half mir mit fehlenden Kleinteilen...

 

Gut 100meter Richtung Romanshorn – durfte ich in einer Autowerkstadt meine Akku-Bohrmaschine sowie mein Telefon aufladen. Wie ich meine Arbeiten abgeschlossen hatte fuhr ich mit meinem Hänger vor und der Auto-Mechaniker Schnitt mit der Flex noch die überlangen Seitenstangen der Hinterachse ab.

 

Ja und seit da war ich unterwegs. Der Anhänger verursacht ein mulmiges Bauchgefühl, dagegen ist glaub nichts zu machen, doch bin ich jetzt in Österreich, habe das erste Mal im Freien gekocht und gegessen seit ich unterwegs bin, habe im Zelt übernachtet, der starke Regen in der Nacht belohnte diese Entscheidung, habe gefrühstückt und bin bereit aufzubrechen, auf zur Tankstation für Velo-Akku – Telefon – und so weiter und so fort, maximale Tagesstrecke – 20-40km, Akku-Stand des Laptops – 75% - bis gleich.

 

Bericht eines reisenden : 17-7-2017

Batteriestand meines Laptop-Akkus : 94% - vor mir ein herrliches – wunderbares & wärmendes Feuer brennt. Wie könnt`s auch sein – die Haupt Attraktion & Omnipräsente ist & bleibt der überbeladene Anhänger.

 

Ich habe nach meinem Jungle Camp Aufenthalt – da wurde ich übrigens kurz nach elf – und ja ich schlafe extrem viel und lang seit ich unterwegs bin – von einer Senioren-Radler-Gruppe in den Tag befördert – durch Ihr fröhliches Lachen – rufen und Tun – bei Weisswein – Mineral und allerlei Knabbereien – einen Abstecher Richtung St.Gallen / Appenzell gemacht – weil ich schlicht und ergreifend in eine völlig falsche Richtung losgefahren – sprich den entscheidenden Wegweiser Richtung Bregenz ignoriert habe. So weit so gut – ich kehrte um und erreichte Bregenz. Dort angekommen kaufte ich mir eine Velokarte – sprich mehrere – eine nach Ulm – eine Richtung Wien – und eine nach Wien – ja da die Karten haben einen Zwischenhalt – die eine führt dahin und die andere von dort weiter. Und wie ich jetzt so an diesem wunderbaren Feuer sitze – ist mir nicht nach Kartenkramen – und es ist noch weit entfernt dieses Zwischenziel – weit heisst so um die 300km, also für mich noch nicht greifbar.

Die kommende Nacht verbringe ich auf einem Camping welcher auf einem Stück Österreich steht. Echt lustig zum Teil auch die Bodenbeschriftung auf dem Fahrradweg, die da sagt und zeigt – Pfeil Richtung – DE – AU oder CH – und schwupp bin ich wieder in Deutschland und dann der Schweiz und dann wieder in Österreich.

 

Ich bin von Bregenz nach Kressbronn – von da nach Wangen im Allgäu – welches über eine wunderschöne Altstadt verfügt – nach Beutelsau – und von da an ging`s Bergan wie die Sau – nach Kissling und bald – bald – habe ich den höchsten Punkt der Tour nach Ulm erreicht und von da an sollt es gehen mehr oder weniger seicht und leicht. Ich habe herausgefunden das sich die Batterien im Freibad wunderbar laden lassen – bei Sonnenbad und Schwimmen – einem Eis und schlummern im Freien – welches auch gleich duschen und Körperhygiene ermöglicht – super ist das. Der Anstieg nach Beutelsau kam eigentlich nach dem Freibad – und Gott weiss ich bin froh das ich diesen noch in Angriff genommen habe bevor ich mein Camp aufstellte. Denn soweit ich auf der Höhenparameter-Grafik der Fahrradkarte  sehen konnte sollte es bis Ulm der intensivste sein.

 

Ich sitze im Garten von Matthias & - Sie sind ebendas was superfreundlich und hilfsbereit beinhaltet – was die Sonne scheinen lässt in der Nacht und was den Moment zu einem unglaublichen & überraschenden Wunder macht. Unsere Bekanntschaft machten wir nachdem ich in einem KFZ Betrieb vorgefahren war um Hilfe betreffend den Hinterrädern sowie der Achse meines Hänger zu erfragen. Leider fand ich diese dort nicht – also schwang ich mich wieder auf den Sattel meines Rades und begann in die Pedalen zu treten. Weit kam ich nicht – den gleich erschien ein gelber VW Bus neben mir – verlangsamte und liess das Beifahrerfenster hinunter. Der Fahrer bot mir seine Hilfe an – er meinte: „brauchst Du Hilfe? Vielleicht kann ich Dir helfen, kehr um – fahr rechts um die Ecke & parke gleich beim gelben Bus – dann schauen wir uns das an“. Und nun bin ich da – bei diesen wunderbaren Leuten – wir haben Bier getrunken und geredet – nach gut zwei Stunden Basteln versteht sich – gelacht & das Feuer genossen welches Matthias gemacht hat.

 

Die Tour lebt – der Anhänger täglich im Brenn- & Mittelpunkt – Tobias hat Freude – das Tour Geld schwindet & die Not zum Mut & zur Selbstüberwindung steigt – zwingendermassen – das heisst Leute ansprechen – Musik machen – kleine Theater einüben und spielen – Möglichkeiten gibt es viele – Talente & Fähigkeiten auch – aber habe ich den Arsch & die Eier sie ein- und umzusetzen?

 

Akkustand 87% - Batterien für`s Rad morgen wieder vollgeladen – Wunder angepeilt und erreicht – Danke Dir – Gottvatter wo Du da bisch und immer dur mich würksch – Danke Dir Universum – Danke Buddha – Allah und den 33 Millionen Göttern der Inder – Danke Odin und Zeus – Danke Mutter Gaja – Pacha Mama.


Bericht eines reisenden : 18-7-2017

Noch ein Tag des Bastelns war angesagt – der Hänger das Rad & ich begeben uns Morgen wieder auf die Strasse – ab geht es Richtung volle Fahrt. Ich bin ein Grobmotoriker das habe ich mir heute wieder bewiesen & Ich hoffe sehr und bin voller Zuversicht das mir dies – sprich dem Hänger – dies nicht bricht erneut das Genick bricht.


 

Tag 10: 20-3-17

Ich bin gut vorangekommen Heute – vorbei an Bad Waldsee ohne Zwischenstopp Richtung Biberach. Gegen den späteren Nachmittag angefangen nach einer Möglichkeit Ausschau zu halten mein Camp zu platzieren ohne allzu grosse Aufmerksamkeit auf mich zu lenken.

 

Der Hänger verhält sich meinem Gehör & Gefühl nach bereits wieder seltsam. Die Lager welche das Rad führen sitzen perfekt. Aber sie machen einen unglaublichen Lärm – schon beinahe Ohrenbetäubend – zumindest sobald eine Mauer oder gar ein Tunnel neben oder um mich ist. Ich stell mir vor das sich jeder Mensch welcher mich sieht & hört, denken muss, mein Gott – der Hänger bricht bestimmt gleich auseinander, aber nein – es soll so sein. Der Hänger hat für mich jetzt mehrere verifizierbare Geräuschkulissen zu bieten welche ich wie folgt benenne: „das Kofferrad Geräusch – Lager der linken & rechten Seite quietschen Geräusche – Achse die durch die Halterung springt Geräusch.“ Manchmal ertönt alles zusammen – manchmal das eine mehr & das andere weniger & ein andermal wiederum ist es schon beinahe Geräuschlos – was dann aber eher schon wieder unheimlich anmutet.

 

Ich biege vom Radweg ab und fahre Richtung einer auslaufenden Wald-Spitze – biege wieder ein, ein Stück einem Bach entlang & komme zum Stehen.


Tag 13: 23-7-17

In Biberach an der Ris bin ich – seit Freitag – heute ist Sonntag – hier in Biberach ist Fest gewesen die ganze Woche – da hab ich mich auch drunter gemischt. Ich sitze in meiner Hängematte & höre „Le Dame, I Cavalieri“ aus Rondo Veneziano – Barocco – welches mich immer sehr tief berührt und in Traumwelten entführt. Es erinnert mich an „Cloud Atlas“ und die Symphonie welche da das schwule Musikgenie schreibt.

 

Die Achse ist mir zum vierten Mal abgeknickt – sprich das Rad & mit ihm die Achse. Gestern wie ich losfahren wollte – nachdem gemütlichen Tag nach zwei Tagen Rasten & ein wenig rosten – brach mir die Kupplungs-Achse weg. Sprich es dauerte gute zwei Stunden bis ich losfahren konnte. Am Nachmittag desselben Tages knickte mir – wie heute wieder das Rad weg – und so ersetzte ich die Achs erneut. Und das funktionierte dieses Mal über eine „Claas“ Vertretung – Riesentraktoren und Landwirtschafts-Maschinen haben die, ich trat in durch die Eingangstür hinein in Foyer, von da zu einer Holzplanke welche sich, wie ein Bartresen durch den ganzen Eingangsbereich zog. Dort fragte ich nach dem benötigten Material & der Erlaubnis auf dem Parkplatz rumzuschrauben – erhielt beides prompt & musste auch nichts dafür bezahlen – das Material wurde mir geschenkt....

 

Punkt um & aus – ja die schönen Begegnungen sind super – Sie sind bereichernd & bewegend. Trotzdem habe ich die Hälfte des Reisebudgets für Reparaturen oder Pausen wegen Zwischenfällen bedingt durch den Hänger oder Batterie-Laden verbraucht. Jetzt habe ich noch genug um mit dem Zug nach Wien zu fahren – ich bin vom Verhalten so dass ich Wien sage & Wien mache. Und darum Hänger abstossen – Koffer oder Taschen oder was auch immer kaufen um das Gepäck – welches mitkann – zu packen.

 

Ich fahre zu Bahnhof & erkundige mich was ein Ticket nach Wien kostet & ja da gibt es Möglichkeiten ab 79Euro und in Lidl finde ich dann auch schon bald pinke Roll-Taschen à je 70 Liter Stauraum. Das reicht nicht ganz – jedoch beinahe – es muss einiges hierbleiben, sprich es darf, ich bin ja echt wie ein Esel unterwegs. In jeglichem Sinne :-)

 

Auf dem Fest lernte ich am Freitag beim Karaoke singen Steven & Melina kennen – ich durfte Tschingis-Khan singen – im ziemlich vollen Bierzelt J - Bei Steven habe ich übernachtet und mit ihm Weisswürste mit süssem Senf und Brezeln gefrühstückt – super war`s – Danke Steven – auf geht es – ab ins Abenteuerland.

 

Gestern Samstag war ich auf einer privat-Party & hab mich einfach mal so richtig betrunken – warum auch immer – ne schon klar – weil ich traurig – gelangweilt & genervt bin und war – ich konnte Freitags nirgends meine Schweizerfranken wechseln & bin deshalb bis Montag Minimum an die Stadt gebunden. Angefangen hatte die Party mit sehr intellektuellen Themen und Diskussionen – Sinnfragen wie dem Stand des globalen / kollektiven Bewusstseins, ökopolitischem Umdenken & so weiter – Kopflastig halt & ich mag kein Kopflastig – echt nicht – aber he – wenn Ihr das lest & mit euch mein ich vielleicht Nina - Alex – Michi – Betti oder Phillip – dann entschuldigt mein disrespektierliches Verhalten (im Sinne von zu viel trinken & nicht merken wann es Zeit ist nach Hause zu gehen & co., ich bin heute aufgewacht in meiner Hängematte (ja ich hab`s geschafft die noch zu hängen & das Segel darüber zu spannen) & hatte echt ein schlechtes Gewissen – Danke für alles – ich hatte es sehr lustig mit mir.

 

So und jetzt – bevor ich in die Stadt gehe um einen Kaffee zu trinken – werde ich ein Feuer & Spiegeleier machen – sprich Frühstücken bevor ich dann Morgen mein ganzes Kochgeschirr entsorge – unter anderem – zusammen mit dem Hänger...schon im Voraus Sorry Matthias & Jasmin sowie allen die mich unterwegs mit dem Hänger unterstützt haben. Sorry Sven für all die Kleber die den Hänger echt geil geschmückt haben und schon nach wenigen Tagen entsorgt werden....


Tag 14: Montag den 24-7-17

 

Jajajajajajaja & blablablablablabliblütatitatüüüü....die sechs Spiegeleier zusammen mit zwei Zwiebeln und einem drittel Bauernspeck - fein zerschnitten versteht sich – sowohl als Paprika & Pfeffer als auch Salz – es war ein einzigartiges superfeines Katerfrühstück!!!!

 

 

 

Die Samstag und Sonntag blau & Grauton Gedanken habe ich hinter mir – ich bin – so Gott will – wieder bei mir.

 

 

 

Den Sonntag habe ich hauptsächlich vor mich hingedöst – den es nieselte & pieselte ständig – war grau und ich auf Energietankmodus – sprich Endstand gleich dös Modus – alles perfekt eingecheckt. Ich habe nach dem Frühstück noch die Achs der Hinterräder zurechtgebogen damit ich eine Entsorgungs-Tour sowie eine Bahnhof-Tour machen kann am Montag....und dann....wie gesagt hat mich die Idee gepackt – gar NICHTS zu tun – und so passierte es dann bis Montags um 04:50 – da entschied ich mich aktiv zu werden – aufzustehen – die Situation sofort zu verändern – ruck – zuck – hau – ruck & ab de bäse J

 

Müll für acht Euro Fachgerecht entsorgt – Hängematte und Segel eingerollt – alles gepackt. Hänger bereit zur Fahrt Richtung Bahnhof. Los geht es – das Rad knickt tatsächlich auf der Fahrt noch einmal ein – ich bieg es gerade – es hält – ich fahre zum Bahnhof – schiebe meine pinken Rolltaschen in ein grosses Schliessfach & von da weiter ins Zentrum einer wahrscheinlich eher konservativen Hochburg Deutschlands – des wunderbaren Biberachs an der Riss – da verbringe ich eine gute Stunde mit dem Schreiben dieses Blogs – sowie Facebook verwalten und sonstigem Social-Media schalten. Dann packe ich meine Trommel – Gitarre & restliche Habe – fahre los mit dem Rad und lasse die Botschaften & den Hänger zurück – mit schwerem Herzen aber auch erleichtert – denn es geht weiter zum ersten Ziel – Wien – Wir kommen – Tobi – das Rad - die Trommel – die Gitarre sein Feuerstab und zwei pinke Rolltaschen – breathe in – peace out.

 

 

Unterstützung jederzeit erlaubt - ZKB Konto CH78 0070 0350 0440 2516 7


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